Bauernbund: Minimalkompromisse bei Kennzeichnung von Lebensmitteln vermeiden

Strasser begrüßt ersten Schritt von Anschober – Regierungsprogramm ist aber umzusetzen

Wien (OTS) Die transparente Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln ist seit Jahren eine zentrale Forderung des Bauernbundes. Ein erster Verordnungsentwurf des Gesundheitsministeriums liegt jetzt vor. Bauernbund-Präsident Georg Strasser ist damit jedoch noch nicht zufrieden: “Wir begrüßen den seit Monaten geforderten und endlich auf den Tisch gelegten Erstentwurf des Gesundheitsministeriums. Der Entwurf ist ein erster Schritt, enthält aber lediglich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung für die Produkte Rindfleisch und Eier. Das ist nicht im Sinne der Bäuerinnen und Bauern und des Regierungsprogramms. Hier ist Bundesminister Rudolf Anschober gefordert, noch einmal nachzuschärfen”, so Strasser.

Schmalspurkompromiss nicht im Sinne der Bäuerinnen und Bauern

Der vom Gesundheitsministerium vorgelegte Entwurf enthält lediglich eine Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung für die Produkte Rindfleisch und Eier. “Was jetzt vorliegt, ist nur eine abgespeckte Version der Herkunftskennzeichnung. Bei verarbeiteten Produkten und in der Gemeinschaftsverpflegung bei Rindfleisch und -erzeugnissen, Eiprodukten und bei Obst und Gemüse ist eine Umsetzung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung rechtlich aber möglich”, sagt Strasser. Das bestätige ein Gutachten des Europarechtsexperten Univ.-Prof. Walter Obwexer.

Transparenz bei Lebensmitteln ist gemeinsames Ziel

“Die vollständige Umsetzung des Regierungsprogramms ist weiterhin unser gemeinsames Ziel. Unsere Bäuerinnen und Bauern sowie vor allem die Konsumentinnen und Konsumenten haben sich Klarheit und Wahlfreiheit in der Kantine und vor dem Supermarktregal verdient. Ich hoffe, dass wir die Herkunftskennzeichnung heuer endlich in vollem Umfang umsetzen und in Kraft treten lassen können”, so Strasser. “Die Menschen wollen Klarheit, was im Kantinenessen oder den Produkten drinnen ist und woher die Zutaten kommen”, betont der Bauernbund-Präsident. (Schluss)

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