Bundesjugendvertretung in Vorarlberg: Höchste Zeit für einheitlichen Jugendschutz!

BJV-Vorsitzender Christian Zoll überreicht Landeshauptmann Wallner bei Jugendschutz-Termin eine Uhr mit dem Appell, rasch einheitliche Regelungen umzusetzen.

Wien (OTS) Im Zuge der aktuellen Debatten um die Vereinheitlichung des Jugendschutzes in Österreich traf sich Christian Zoll, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung (BJV), mit Landeshauptmann Markus Wallner, um auf die Dringlichkeit des Themas aufmerksam zu machen: „Im vergangenen Jahr haben sich bei der Landesjugendreferentenkonferenz alle Bundesländer auf eine Vereinheitlichung der Jugendschutzregelungen geeinigt. Jetzt droht das ganze Vorhaben zu scheitern“, warnt Zoll.

Inzwischen liegt ein Vorschlag für einen einheitlichen Jugendschutz am Tisch, der von der BJV erarbeitet wurde und der einen Kompromiss für alle Bundesländer darstellen würde. Besonderen Stellenwert legt die BJV dabei auf jugendgerechte Regelungen. 

BJV-Appell an Bundesländer

Im Gespräch mit dem Vorarlberger Landeshauptmann betonte BJV-Vorsitzender Zoll, wie wichtig die Bereitschaft aller Bundesländer zu einer einheitlichen Regelung jetzt sei. „Wir sind nach etlichen Jahren nun knapp vor dem Ziel, dass alle neun Bundesländer einheitliche Regelungen bei den Ausgehzeiten und dem Alkoholkonsum haben. Es ist für Jugendliche absolut unverständlich, warum in einem kleinen Land wie Österreich immer noch nicht die gleichen Rechte und Pflichten für alle jungen Menschen gelten.“

Auch Landeshauptmann Wallner sah den Vorschlag der Bundesjugendvertretung als positiven Schritt und zeigte die Bereitschaft, bei den Vorarlberger Ausgehzeiten noch Veränderungen vorzunehmen: „Ich begrüße den Vorschlag der BJV“ so Wallner. Jetzt liege es an den Bundesländern eine einheitliche Lösung zustande zu bringen: „Der Westen wird sich bei den Ausgehzeiten bewegen müssen, der Osten wird beim Ausschank von gebranntem Alkohol eine Anhebung auf 18 Jahre vornehmen müssen.“ 

Weiteres Wirr-Warr beim Rauchen droht

Was derzeit zusätzlich verunsichert, sind die unterschiedlichen Aussagen der Bundesländer bezüglich des Rauchalters: „Bis jetzt gibt es noch keinen einheitlichen Zeitpunkt für die Umsetzung der Anhebung des Rauchalters auf 18 Jahre. Wir befürchten, dass es jetzt noch zu weiteren uneinheitlichen Regelungen kommt und in ein paar Monaten Jugendliche in manchen Bundesländern weiterhin ab 16 in anderen erst ab 18 Jahren rauchen dürfen. Die aktuelle Situation würde damit nur noch unübersichtlicher“, so Zoll.

Landeshauptmann Wallner verwies in diesem Zusammenhang auf einen Beschluss der Landesjugendreferentenkonferenz zur Anhebung des Rauchalters auf 18 Jahre: „Es gibt einen einstimmigen Beschluss der Bundesländer und an diesen sollten sich alle halten.“  

Abschließend betont die BJV, dass die Politik Jugendlichen einen stärken Stellenwert einräumen sollte und sich alle Bundesländer im Sinne junger Menschen zum einheitlichen Jugendschutz bekennen müssten. „Seit mehr als zehn Jahren gibt ein einheitliches Tierschutzgesetz für ganz Österreich, beim Jugendschutz müssen wir das auch endlich erreichen“, so Zoll.

Fotos auf Anfrage unter presse@bjv.at

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