FCG/GPA-djp Wien: Hände weg von der Sonntagsöffnung

Wir stehen zu unserem JA zum arbeitsfreien Sonntag

Wien (OTS/FCG) In der heutigen Gemeinderatssitzung der Stadt Wien brachte die Stadt-ÖVP einmal mehr einen Beschluss(Resolutions)antrag auf Sonntagsöffnung für die Tourismusstadt Wien ein! Darin zeigt man sich wieder einmal erstaunt, dass gerade in einer Weltstadt wie Wien entgegen der Tendenz zu Europa, in Wien die Rollbalken am Sonntag unten bleiben.

Die Fraktion Christlicher GewerkschafterInnen steht zu ihrem klaren Bekenntnis zum arbeitsfreien Sonntag und distanziert sich klar vom Antrag der ÖVP Wien“, so Peter Gattinger, Vorsitzender der Fraktion Christlicher GewerkschafterInnen in der GPA-djp Wien.

Die Gewerkschaft, die das Ohr nahe an den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat, weiß, dass die Sonntagsruhe in der Bevölkerung als sehr angenehm empfunden wird. Denn ein Tag zum Durchatmen bringt den Bewohnern einer Weltstadt, und das ist Wien auch (oder vor allem?) ohne Sonntagsöffnung, erst die Lebensqualität. Darüber hinaus bestätigen die Rekordnächtigungen und die Tourismuszahlen, dass gerade dieser Wochenrhythmus bei den „klassischen Touristen“ sehr beliebt ist und daher eine Vorbildwirkung für andere Weltstädte sein sollte. Schließlich wurde Wien im vergangenen Jahr von den Leserinnen und Lesern des renommierten New Yorker Reisemagazins „Conte Nast Traveler“ zur besten Stadt in Europa gewählt.

FCG Betriebsrat im Handel distanziert sich ebenfalls klar von ÖVP Wien Position

In der Diskussion wird immer wieder der Online-Handel ins Treffen gebracht. Daraus abgeleitet wird die Notwendigkeit der Sonntagsöffnung, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. „Dieses Argument stößt bei mir auf völliges Unverständnis. Niemand meiner Kolleginnen und Kollegen im Handel ist für eine Sonntagsöffnung, bedeutet sie doch mehr Druck auf den Einzelnen und noch mehr Arbeit zu Lasten der Familie bzw. des Privatlebens“, so Christian Lindmeier, Betriebsrat der Leder & Schuh AG.

„Auch das „Argument“, dass mit der Schaffung von Tourismuszonen Arbeitsplätze geschaffen werden, müssen wir deutlich zurückweisen“, so Gabriele Mraszek, stellvertretende Geschäftsführerin der GPA-djp Wien und Spitzenkandidatin der FCG/GPA-djp Wien bei der Arbeiterkammerwahl. Im Handel gibt es derzeit ohnehin kaum Vollzeitbeschäftigung. Die Teilzeitarbeit hat im Handel Überhand und das trifft wiederum den weiblichen Teil der Angestellten. Eine Sonntagsöffnung würde nur eine geringfügige Beschäftigung fördern. Also Nebenjobs, die unserem Sozialsystem langfristig nichts bringen.

Der Antrag ist an Bürgermeister Dr. Ludwig gerichtet, damit er dafür eintritt, die rechtlichen Voraussetzungen für eine Sonntagsöffnung in Wien zu schaffen. Die Abstimmung dazu wird am Nachmittag stattfinden. Die Sprecherin der Allianz für den freien Sonntag Wien, Gertraud Wiesinger stellt sich solidarisch mit dem FCG/GPA-djp Vorsitzenden sowie mit den Vertretern aus dem Handel gegen diesen Antrag. Unisono ist man sich einig: Wien ist auch Weltstadt ohne Sonntagsöffnung. Opfern wir die gemeinsame freie Zeit nicht am Altar des Konsums. Also: Hände weg von der Sonntagsöffnung“, so die FCG/GPA-djp.

Rückfragen & Kontakt:

FCG/GPA-djp
Gertraud Wiesinger
050301-21395
gertraud.wiesinger@gpa-djp.at
www.fcg-gpa.at


Quelle

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