„Im Fluss der Zeit“: Teil 2 von Rita und Michael Schlambergers bildgewaltigem „Universum“ „Österreich – Die Kraft des Wassers“

Am 30. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Nach dem erfolgreichen Auftakt mit 704.000 Zuseherinnen und Zusehern bei 23 Prozent Marktanteil steht mit „Im Fluss der Zeit“ am Dienstag, dem 30. Oktober 2018, um 20.15 Uhr der zweite Teil von Rita und Michael Schlambergers bildgewaltiger „Universum“-Produktion „Österreich – Die Kraft des Wassers“ auf dem Programm von ORF 2. Begleitet von der Stimme Peter Simonischeks folgt der neue „Universum“-Zweiteiler aus dem Hause Schlamberger den Spuren des Wassers – dem Element, das die vielfältige Natur Österreichs geprägt hat wie kein anderes. Ziel der opulenten filmischen Reise von der schneebedeckten eisigen Welt des Hochgebirges mit seinen mächtigen Gletschern, tosenden Wasserfällen und reißenden Gebirgsbächen durch die letzten Urwälder bis zum warmen Steppensee ist es, Österreich in seiner Ganzheitlichkeit zu zeigen. Mit Hilfe neuester Kameratechniken werfen Rita und Michael Schlamberger einen Blick in ein Land mit reicher Naturgeschichte. Das TV-Publikum erlebt dessen unbekannte Seiten als Kreuzungspunkt, an dem sich nicht nur die verschiedensten Kulturen, sondern auch unterschiedlichste Lebensformen begegnen – denn Österreich ist weit mehr als nur ein „Land der Berge“.

Ein Highlight der Produktion ist die Musik, die vom zweifachen Emmy-Preisträger David Mitcham komponiert und von der Janáček Philharmonie in großer Besetzung eingespielt wurde. Außerdem wirken viele österreichische Solisten mit: Instrumente wie Steirische Harmonika, Schrammelgitarre, Maultrommel oder Zither geben dem Film einen traditionell österreichischen Klang. Das umso mehr, als die unverwechselbare Stimme von Zabine Kapfinger der Musik eine „modern-alpine“ Note verleiht. „Österreich ist weltberühmt für klassische Musik. Und es gibt großartige Musikerinnen und Musiker, die traditionelle und zeitgenössische Elemente verbinden. Diesem kulturellen Erbe wollten wir Rechnung tragen und eine unverkennbar österreichische Filmmusik machen. Dafür haben wir uns gemeinsam mit David Mitcham in ganz Österreich mit Musikern getroffen, um uns die richtige Inspiration zu holen“, so Michael Schlamberger.

Teil 2: „Im Fluss der Zeit“ – Dienstag, 30. Oktober, 20.15 Uhr, ORF 2

Märchenwälder und Granitriesen: Steile Talhänge, dichte Wälder, eine wehrhafte Burganlage, die hoch über dem Fluss thront. Ein Ort wie aus einer mittelalterlichen Heldensaga – das Kamptal. Geologisch sind das Mühl- und Waldviertel die älteste Landschaft Österreichs und verdanken ihre Entstehung der Hebung der Böhmischen Masse. Von den Römern „Transdanubien“ genannt, ist es ein Kernland österreichischer Geschichte. Der wilde Nordwald ist eine herbe Schönheit und eigenwillige Landschaft. Der größte Fluss hier ist der Kamp. In seinem typisch braunen Wasser existieren die letzten Bestände der Flussperlmuschel. Was aussieht wie eine Kreuzung zwischen Regenwurm und Aal ist kein Fisch. Bachneunaugen sind Rundmäuler und gehören zu den ältesten Wirbeltieren der Welt. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie, vergraben im Bachbett, als blinde, zahnlose Larven. Aus einer Baumhöhle sind leise Geräusche zu hören. Gänsesäger haben in einer alten Weide am Flussufer gebrütet. Die Küken sind gerade frisch geschlüpft, schon verlässt die Mutter das Nest. Die Küken rufen nach ihr. Diese ist ganz in der Nähe und hört sie, doch sie kommt nicht zu ihnen. Vom Fluss aus versucht sie die Küken aus der sicheren Höhle zu locken. Was dann folgt, ist kaum zu glauben: der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. „Es war eine der aufwendigsten Sequenzen, die wir gedreht haben. Die Vorbereitungen haben mehrere Monate gedauert. Die Bruthöhlen mussten gefunden und ferngesteuerte Minikameras installiert werden. Und als die Küken kurz vor dem Schlüpfen waren, waren wir rund um die Uhr hinter den Kameras bereit. Dann, eines Morgens war es so weit und der erste flaumige Federball hat sich todesmutig in die Tiefe gestürzt. Es war absolut berührend zuzusehen, wie eines nach dem anderen gesprungen ist, um im Wasser freudig die Mutter zu begrüßen. Das war Lebensfreude pur!“, so Rita Schlamberger.

Stärker als Stein: Wasser ist stärker als Stein. Und es gewinnt immer den Kampf dieser beiden Elemente. Im Gesäuse in der Steiermark kann man dieses Ringen eindrucksvoll erleben. Es ist eine von Eis und Wasser geschaffene wilde Hochgebirgslandschaft, die in puncto Schönheit ihresgleichen sucht. Keine Regenfront kommt an diesen schroffen Gipfeln vorbei. Als Wetterscheide holt das Gebirge ungeheure Mengen an Niederschlägen vom Himmel. Manchmal ist es auch zu viel. Sintflutartige Regenfälle prasseln aufs nackte Gestein und bringen gewaltige Wassermassen in Bewegung. Unbändige Fluten brausen durch enge Schluchten. Loses Gestein wird mitgerissen und ins Tal transportiert. Wildbäche und Alpenflüsse sind nicht nur Versorgungsadern, sie transportieren auch den Stoff, aus dem in der Ebene neues Land gemacht wird. Was die Erosion weiter oben abgesprengt und weggeschliffen hat, wird von den wilden Wassern talwärts verfrachtet. Milliarden Tonnen Geröll wandern am Grund der Flüsse entlang, bis sie im Tiefland abgelagert werden.

Land am Strom: In der größten zusammenhängenden natürlichen Au-Landschaft Mitteleuropas lässt sich erahnen, wie Österreichs Flussniederungen bis ins Mittelalter ausgesehen haben. Wasser und undurchdringlicher Wald, bis zum Horizont. Dieses Naturparadies hat sich vor den Toren Wiens erhalten, denn die Donau-Auen konnten als Nationalpark vor Kraftwerksprojekten gerettet werden. Zu verdanken haben sie ihre Existenz jedoch dem Wiener Hof. Einst waren diese Wälder kaiserliches Jagdrevier und somit vor Rodung und Zersiedelung verschont. Für das Kaiserhaus und dessen hohe Gäste wurden pompöse Jagden inszeniert, die tagelang dauerten und Hunderten von Wildschweinen und Hirschen das Leben kosteten. Auch der Seeadler wurde bejagt und ausgerottet. Seine Rückkehr als Brutvogel ist eine Erfolgsgeschichte, die untrennbar mit dem Nationalpark verbunden ist.

Rita und Michael Schlamberger: „Wollten als österreichische Naturfilmer unbedingt auch einmal die Schönheiten unserer eigenen, heimischen Naturlandschaften zeigen“

„Nachdem wir jahrelang an den wildesten und exotischsten Gegenden der Welt gedreht haben, wollten wir als österreichische Naturfilmer unbedingt auch einmal die Schönheiten unserer eigenen, heimischen Naturlandschaften zeigen“, resümieren die Naturfilmer Rita und Michael Schlamberger. „An dem Film haben wir über zwei Jahre lang intensiv gearbeitet, und obwohl wir Österreich wie unsere Westentasche kennen, war es eine große Herausforderung, neue Geschichten und Plätze zu finden, die nicht nur unser heimisches, sondern auch ein internationales Publikum erstaunen können. Für uns ist Österreich eines der schönsten Länder der Welt, und das für ‚Universum‘ umzusetzen war unser Antrieb.“

„Österreich – Die Kraft des Wassers“ entstand als Koproduktion von ScienceVision, ORF, NDR Naturfilm/doclights und ARTE in Zusammenarbeit mit ORF-Enterprise, gefördert durch Cinestyria, Land Oberösterreich, Oberösterreich Tourismus, Land Niederösterreich, Land Kärnten Kultur, Carinthia Film Commission und Cine Tirol Film Commission.

Nähere Informationen zur „Universum“-Produktion sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

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