Jobfit für die Gastronomie durch Arbeitsintegration in den Häusern zum Leben

Am 05.02.2020 fanden sich 22 TeilnehmerInnen und die Chefinnen des AMS Wien und des FSW im Haus Döbling ein, um ein Gastro-Arbeitsintegrations-Projekt zu starten.

Wien (OTS) Österreichweit wurden 2019 in der Gastronomie 44.000 Arbeitskräfte gesucht. Der Fachkräftemangel in dieser Branche ist weiterhin aktuell. Es handelt sich um ausgewiesene Mangelberufe.

Ein neues Angebot des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) soll helfen, dies zu ändern! Ein vom KWP entwickelter Ausbildungsplan nach den Kriterien der WKO und der Berufsschule vermittelt die wichtigsten Lehrlingsausbildungsinhalte in nur einem Jahr. Dadurch ist man auch ohne Lehrabschlussprüfung in kurzer Zeit “jobfit”.

Peter Hacker, amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport zu dem neuen Projekt: „Perspektiven eröffnen, Chancen aufzeigen und Arbeitslosigkeit verhindern – dieses Projekt gibt geflüchteten Menschen die Möglichkeit in der Berufswelt Fuß zu fassen. Die Stadt schafft gemeinsam mit dem AMS Wien die Rahmenbedingungen damit geflüchtete Menschen nicht nur rasch die deutsche Sprache lernen, sondern auch finanziell eigenständig sind”.

Die 30 Häuser zum Leben des KWP haben die „größte Frischküche“ von Wien: In 30 Hausküchen und 2 Patisserien arbeiten insgesamt 770 Personen, davon 140 gelernte KöchInnen, 10 KonditorInnen, 30 ServiceleiterInnen, 525 Küchenhilfen und 65 Lehrlinge. Mit dieser umfassenden Expertise ausgestattet, ist das KWP in der Lage eine zielführende und wirkungsvolle Ausbildung in der Arbeitsintegration zu gewährleisten.

Die Ausbildung beinhaltet: Quartalsprüfungen, Jobcoaching, Deutsch (schriftlich und mündlich), Ernährungslehre und Warenkunde, Grundlagen des Ernährungs- und Küchenmanagements sowie der Küchenführung und der Küchentechnologie, Umgang mit Lebensmitteln, Küchenpraxis, Garmethoden, Esskultur, Grundrezepte, u. v. m.

Zielgruppe: Das Projekt ist organisationsübergreifend, die 22 TeilnehmerInnen sind zwischen 19 und 51 Jahre alt, verfügen über eine ROT-WEISS-ROT-Karte, sind subsidiär Schutzberechtigte, Konventionsflüchtlinge oder Personen in der Grundversorgung mit laufendem Asylverfahren. Sie wurden von KWP, Diakonie, Wiener Hilfswerk, Volkshilfe Wien, Caritas und WITAF Gehörlosendienst vermittelt.

Abschluss mit Arbeitszeugnis: Nach Abschluss der Ausbildung sind alle in der Lage einfache Tätigkeiten in Küche, in Beherbergung, Gastronomie und Betriebsküchen selbstständig zu erledigen. Die AbsolventInnen erhalten ein Abschlusszeugnis über Praxis und Theorie in der Großküche. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildungen haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit im KWP zu arbeiten.

Die Projektpartner zeigten sich bezüglich der Erfolgsaussichten alle zuversichtlich:

Mag.a Petra Draxl, Landesgeschäftsführerin AMS Wien: „Die Anlehre in Küche und Service, die die Wiener Pensionisten-Wohnhäuser bieten, kann für die TeilnehmerInnen den Einstieg in einen Job in der Gastronomie oder Hotellerie bedeuten. Wer nach der Anlehre im KWP einen Lehrabschluss anstrebt, erhöht seine Arbeitsplatzchancen noch einmal erheblich”.

Anita Bauer, Geschäftsführerin Fonds Soziales Wien: „Der Fonds Soziales Wien fördert Projekte und Maßnahmen, die geflüchteten Menschen konkrete Perspektiven für ein eigenständiges Leben geben. Dieses Projekt des KWP hat genau das zum Ziel, deshalb unterstützt es der FSW”.

Robert Guschelbauer, Bereichsleiter Gastronomisches Management Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: „Die Aktion ist mir ein besonderes Anliegen, weil sie neben der Integration der TeilnehmerInnen in unseren Küchen- und Haus-Teams für einen Eintritt in die Arbeitswelt und somit die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben bietet”.

Das Projekt wird zu je einem Drittel vom AMS, FSW und KWP finanziert.

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