NEOS Wien: Lehrlingsoffensive für Wiener Gastronomiebetriebe

Wien (OTS) Die derzeitigen Regelungen und Vorschriften behindern die Ausbildung von Fachkräften in Wien. Karl Wrenkh (Wrenkh Restaurant und Kochsalon), Christine Ruckendorfer (Aux Gazelles) und Andreas Haralampieva (Café Stein) fordern daher gemeinsam mit NEOS Wien Wirtschaftssprecher Markus Ornig eine umfassende Lehrlingsoffensive für die Wiener Gastronomiebetriebe.

Viele Gastronom_innen möchten hochqualifizierten Nachwuchs ausbilden, scheitern jedoch an unzeitgemäßen Regelungen und hohen bürokratischen Hürden. „Überall in Österreich suchen Gastronomieunternehmen händeringend gutes, qualifiziertes Personal. Leider behindert die Bürokratie – unterstützt von Wirtschafts- und Arbeiterkammer – viele Betriebe aber dabei, selbst Lehrlinge auszubilden. Diese Hürden müssen abgebaut werden!“, fordert NEOS Wien Wirtschaftssprecher Markus Ornig.

„Schnitzel-Verordnung“ verhindert Ausbildung

Derzeit hindert die Verordnung für Lehrlingsausbildung in der Gastronomie, dass vegetarische Lokale bzw. Lokale, die Schnitzel und Tafelspitz nicht auf der Speisekarte haben, keine Lehrlinge ausbilden dürfen. „Das ist eine Uralt-Bestimmung, die einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Die Ausbildungsordnung muss deutlich flexibler gestaltet werden, um innovative Gastronomiekonzepte auch unterstützen zu können“, fordert der Wirtschaftssprecher. NEOS Wien wird deshalb auch in der nächsten Landtagssitzung die Wiener Landesregierung dazu auffordern, hier im Bund entsprechend Druck zu machen. „Wien soll auch im Gastronomiebereich als weltoffene und vielfältige Stadt gelten!“, so Ornig.

Probleme mit Berufsschul-Abstellung

Lehrlinge werden im Gastronomiebereich nun auch in Wien blockweise an die Berufsschule geholt – jeweils für fünf Wochen am Stück. Was generell sinnvoll ist, wird aber durch schlechte Kommunikation und starre Bürokratie für viele Unternehmen zur Herausforderung, so Markus Ornig: „Betriebe mit mehreren Lehrlingen müssen diese teilweise alle zur gleichen Zeit an die Berufsschule schicken. Das ist für den Betrieb schwierig, wenn fünf Wochen am Stück alle Lehrlinge zugleich ausfallen. In Salzburg etwa werden die Unternehmer_innen mit einbezogen und können einen Teil ihrer Lehrlinge dann bspw. auch für den nächsten Turnus in die Berufsschule entsenden. Damit ist der Betrieb nicht gefährdet. Diese Flexibilität brauchen wir auch für die Wiener Betriebe.“

NEOS wird in den nächsten Wochen sowohl auf kommunaler als auch auf Bundesebene entsprechende Anträge einbringen, um die verstaubten Vorschriften der heutigen Zeit anzupassen.

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