Neßler/Voglauer: Kennzeichnungspflicht auf der Speisekarte wäre Hilfe, die ankommt

Grüne rufen auf, das Tierschutzvolksbegehren zu unterschreiben

Wien (OTS) „Nachhaltiger Tourismus geht mit nachhaltiger Landwirtschaft einher. Beides gilt es zu stärken. Ein sinnvoller Schritt wäre daher, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung auf den Speisekarten in der Gemeinschaftsverpflegung umzusetzen. Damit würde in Kantinen, Mensen und der Gastronomie die Transparenz für die Konsument*innen deutlich erhöht und der Griff zu heimischen Produkten erleichtert“, fordert die Tourismussprecherin der Grünen, Barbara Neßler. Zusätzlich wäre dies auch ein Hebel für für die Reduktion von qualvollen Tiertransporten quer durch Europa. Hier kann die Gemeinschaftsverpflegung und speziell die Gastronomie einen großen Beitrag leisten. „Wer sich für Fleisch von heimischen Betrieben mit artgerechter Tierhaltung entscheidet, hilft nicht nur der regionalen Landwirtschaft, sondern fördert damit auch Tierwohl“, erklärt die Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer, auch mit Blick auf das bis Montag laufende Tierschutzvolksbegehren, das eine Kennzeichnungspflicht fordert. Neßler und Voglauer rufen auf, die Initiative zu unterzeichnen.

Es braucht eine neue Herangehensweise, um den heimischen Tourismus und die Landwirtschaft zu stärken. Gerade für ein Tourismusland mit stark ausgeprägter Landwirtschaft sei die Kennzeichnungspflicht auf den Speisekarten eine große Chance. Neßler unterstreicht: „Das steigert die Qualität und es stärkt die regionale Wirtschaft. Genau das braucht es in Krisenzeiten wie diesen.“

Voglauer ergänzt: Wer österreichische Landwirt*innen wirklich unterstützen will, müsse die Strukturen und Vorgaben so ändern, dass sie nachhaltig wirken. „Wenn aktuell Corona-Hilfen für landwirtschaftliche Betriebe ausbezahlt werden, ist eine rasche Hilfe für alle Betroffenen sicherzustellen. Trotzdem frage ich mich, woher das Budget auf einmal kommt und ob es beihilferechtlich geprüft ist. Ein Schnellschuss vor den Landwirtschaftskammerwahlen in Oberösterreich und der Steiermark sollte dies keinesfalls sein“, sagt Voglauer.

Voglauer und Neßler appellieren an ÖVP und Wirtschaftskammer: „In der Krise entscheidet sich, wer unterstützt wird – die heimische Landwirtschaft oder die ausländische Billigfleischindustrie.“ Nicht nur die Landwirtschaft würde von einer Kennzeichnungspflicht profitieren, sondern auch unsere Gastronomie, sind sie überzeugt: „Das schafft einen Wettbewerbsvorteil für unsere heimische Gastronomie. Machen wir Österreich zum Genussland Nummer eins, ohne Tierleid und unterschreiben wir das Tierschutzvolksbegehren!“

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