Vierteiliger „ORF III Themenmontag“ u. a. mit Doku-Premiere „Lassing – Die ganze Geschichte“ zum 20. Jahrestag des Unglücks

Außerdem: Die Naturfilme „Das Murtal – Leben im Einklang“ und „In der Hochsteiermark – Bergbau am Erzberg“

Wien (OTS) Vor 20 Jahren, am 17. Juli 1998, ereignete sich das größte Bergwerksunglück der österreichischen Geschichte. Zehn Männer, die ausrückten, um einen Verschütteten zu retten, verunglückten. Zehn Tage später wurde der Verschollene Georg Hainzl gerettet – überraschend unversehrt und bei guter Gesundheit. Es war das „Wunder von Lassing“, das sich bis heute im kollektiven Gedächtnis der Österreicher/innen verankert hat. Der „ORF III Themenmontag“ am 16. Juli 2018 widmet sich dem Jahrestag der Katastrophe und zeigt den neu produzierten ORF-III-Dokuzweiteiler „Lassing – Die ganze Geschichte“ von Regisseur Alfred Ninaus.

Der erste Teil (20.15 Uhr) zeigt die Vorgeschichte zur Katastrophe und beleuchtet Ungereimtheiten des Unglücks wie Fehler beim Abbau, blind ausgestellte Bescheide, die Missachtung von Betriebsplänen, mangelndes Sicherheitsbewusstsein und den umfassenden Schwarzabbau. Eine Computeranimation des kompletten, weit verzweigten Bergwerks gibt einen Einblick, was wann, wo und wie passiert ist.

Der zweite Teil (21.05) handelt von den Rettungsmaßnahmen nach dem Einsturz. Bis heute ist nicht ganz klar, mit welchem Auftrag die neun befreundeten Bergleute und der Geologe in den Stollen geschickt worden sind: War es ausschließlich, um den verschütteten Georg Hainzl zu retten oder sollten sie auch noch das Bergwerk selbst sichern? Eine Sicherung des in sich zusammenrutschenden Stollenwerks, das weiß man heute, wäre eine völlig aussichtslose Aufgabe gewesen. Die Such-und Bergemaßnahmen entwickelten sich immer chaotischer. Wahrsager meldeten sich und die internationalen Medien belagerten die Kleingemeinde in Massen. Zu Wort kommen ehemalige Lassinger Bergleute, Geologen sowie Zeugen der Ereignisse.

Danach bleibt der „ORF III Themenmontag“ in der Steiermark und zeigt zwei Naturdokumentationen, beginnend mit „Das Murtal – Leben im Einklang“ (21.55 Uhr). Der Film von Alfred Ninaus folgt dem Lauf der Mur und erzählt dabei, wie sich das Land, das der steirische Fluss durchfließt, im Wandel der Zeit verändert hat. Von der Industrie zum Tourismus, von der Ausbeutung hin zum Einklang mit der Natur. Der Film spannt einen thematischen Bogen zwischen spektakulären Landschaftsaufnahmen, Kultur, Brauchtum und den Menschen, die die Region prägen, und geht dabei auf den aktuellen Zustand des Murtals, aber auch auf die Perspektiven für die Zukunft ein.

Der Abend schließt mit „In der Hochsteiermark – Bergbau am Erzberg“ (22.45 Uhr) von Meinrad Prill. Im Erzberg von Eisenerz, der größten Tagbaumine Mitteleuropas, wird seit Tausenden von Jahren nach Erz geschürft. Die schwere und gefährliche Arbeit hat die Menschen geprägt. Auch der starke gesellschaftliche Wandel dieser steirischen Bergbauregion ist nicht zu übersehen. Das einst reiche Geschäft mit dem Erz hat durch die Globalisierung und die sinkenden Preise in den letzten Jahrzehnten gelitten. Doch für viele Menschen bleibt der Erzberg der einzige Arbeitgeber.

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