„WELTjournal/WELTjournal +“ über „Venedig – Untergang auf Raten“ und „Die Tourismus-Welle – Venedig am Limit“

Am 19. Februar ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Von Reisenden überlaufen und regelmäßig von winterlichen Hochwassern überflutet zu werden, ist Venedig gewohnt. Doch die Flutwelle, mit der die Lagunenstadt vergangenen November konfrontiert war, ging weit über das Gewohnte hinaus. Das Wasser erreichte den höchsten Stand seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966. Starkregen und Wind haben den Pegel auf fast zwei Meter über Meeresspiegel ansteigen lassen. Bis heute kämpft Venedig mit den Folgen. Die Schäden in Hotels, Geschäften, Palazzi und Kirchen gehen in die Millionen. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 19. Februar 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Venedig – Untergang auf Raten“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Die Tourismus-Welle – Venedig am Limit“.

WELTjournal: „Venedig – Untergang auf Raten“

Das „WELTjournal“ zeigt, wie die Venezianer/innen nach dem Rekord-Hochwasser versuchen, ihre Stadt wieder auf Vordermann zu bringen – sie putzen und restaurieren. Im Hotel Gabrielli, das seit sechs Generationen der aus Österreich stammenden Familie Perkhofer gehört, muss das gesamte Erdgeschoß restauriert werden. In Kirchen und Palazzi lässt die Stadt Stein-, Holz- und Mosaikböden aufwendig trockenlegen, da sie vom Salzwasser stark angegriffen sind. Vor fast 20 Jahren wurde mit dem Bau des umstrittenen „Mose“-Projekts begonnen: Das mobile Deich-System zum Hochwasserschutz sollte bereits seit 2017 in Betrieb sein, doch zahlreiche Korruptionsfälle haben die Fertigstellung verhindert. Ohne Schutz vor den Fluten sind die Prognosen in Zeiten des Klimawandels für Venedig düster.

WELTjournal +: „Die Tourismus-Welle – Venedig am Limit“

Jeden Tag strömen Tausende Urlauber/innen von Kreuzfahrtschiffen auf den Markusplatz in Venedig, zum Dogenpalast und auf die berühmte Rialto-Brücke. Venedig ist eines der beliebtesten Touristenziele Italiens und droht genau daran zu zerbrechen. 30 Millionen Urlauberinnen und Urlauber besuchen jedes Jahr die einzigartige Lagunenstadt. Die Einwohnerzahl Venedigs hingegen hat sich in den vergangenen Jahren halbiert: Die Venezianer/innen können sich die überzogenen Wohnungspreise nicht mehr leisten und finden kaum noch Einkaufsmöglichkeiten zu normalen Preisen. Die Lebenshaltungskosten sind dreimal so hoch wie in benachbarten Orten.
„WELTjournal +“ zeigt den schwierigen Alltag in der Stadt mit ihren 177 Kanälen und mehr als 300 Brücken. Die Einwohner/innen Venedigs sind bemüht, die Tourismuswelle auf ein verträgliches Maß einzudämmen. Sollte das nicht gelingen, fürchten sie, würde Venedig zu einer Art touristischem Outdoor-Vergnügungspark verkommen, in dem außer Hoteliers, Souvenirverkäufern und Gondolieri keine Venezianerinnen und Venezianer mehr zu finden seien.

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